Das Knochenmodell dieser Studie © Masahiro Wada et al./International Journal of Impla

Von einem Schweinebeckenknochen wurden direkt nach Aufbereitung und vor Setzen der Implantate DVT Aufnahmen angefertigt. Die Bohrungen selbst wurden mit einer speziell angefertigten Maschine getätigt. Diese steuert sowohl die „auf und ab“ Bewegungsgeschwindigkeit, als auch die Drehgeschwindigkeit der Implantatbohrer. Im Anschluss hieran wurden vier verschiedene Implantate (je 25: 3,8x7mm, 3,8x12mm, 5x7mm, 5x12mm) mit einem Drehmomentschlüssel eingebracht und die Ncm Werte bestimmt (min=0,1 Ncm, max=96 Ncm). Die statistische Auswertung der erhobenen Werte erfolgte mit SPSS ver. 22.

Ergebnisse und Konklusion

Signifikante Ergebnisse wurden für die Dicke des kortikalen Knochens und ITV’s (insertion torque value) oder ISQ-Werte (implant stability quotient) bei allen Implantaten beobachtet. Ebenso für die Korrelation zwischen Voxel und ITV’s. Es konnte weiterhin beobachtet werden, dass die Dicke des kortikalen Knochens und die Voxel einen positiven Einfluss auf den ITV hatten. Auf den ISQ hatte zusätzlich noch die Länge und der Durchmesser des Implantats einen positiven Einfluss.

Folgerung für den Praktiker

Die Verwendung von Implantaten mit rauen Oberflächen führt wahrscheinlich zu einer höheren Primärstabilität. Lässt sich durch ein präoperatives DVT die Implantatposition planen, kann bei dickerer kortikaler Knochenlamelle und längeren Implantaten von einem höheren Einbringdrehmoment ausgegangen werden.

 

Originalpublikation // The relationship between the bone characters obtained by CBCT and primary stability of the implants // Masahiro Wada, Yasutane Tsuiki, Tohru Suganami, Kazunori Ikebe, Motofumi Sogo, Ikuhisa Okuno and Yoshinobu Maeda // I International Journal of Implant Dentistry (2015) 1:3 DOI 10.1186/s40729-014-0003-x

Die komplette Studie finden Sie hier.

Quelle: International Journal of Implant Dentistry License Agreement

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Dr. med. dent. Frederic Kauffmann
Dr. med. dent. Frederic Kauffmann studierte Zahnmedizin an der Universität Würzburg. Nach seiner Assistenzzeit wechselte er 2013 an die Uniklinik Würzburg. Sein Fokus liegt im Bereich der konventionellen PA-Therapie und plastischen PA-Chirurgie.