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Das Handbuch des BDIZ EDI zum Implantatregister und zum Register für Regenerative Materialien erschien in zahlreichen Auflagen, die flächendeckende Etablierung und Weiterentwicklung eines kompetenten Gutachterwesens trägt seit vielen Jahren ebenso zur Qualitätssicherung bei wie der Einsatz von Qualitätsmanagementsystemen in Praxen und Kliniken. Eine ausführliche Beschreibung aller Facetten zahnärztlicher Qualität in der Implantologie wurde schon im Jahr 2000 im „Weißbuch Implantologie“ vorgenommen. Die langjährige Entwicklung zeigt aber auch, dass die qualitative Beurteilung zahnärztlicher Leistungen ein äußerst schwieriges Unterfangen darstellt, das auch innerhalb der Fachwelt sehr kontrovers beurteilt wird, zu vielen Diskussionen Anlass gab und noch geben wird. Das Ziel der im Juni 2002 erstmals vorgelegten und nun aktualisierten Qualitätsleitlinie ist es, dem implantologisch tätigen ZahnArzt und, soweit möglich, auch seinem Patienten einen Maßstab an die Hand zu geben, der es ihm erlaubt, die angefertigte Arbeit zu beurteilen. Diese Qualitätsleitlinie dient auch der Selbstbeurteilung und Selbsteinschätzung, denn nur der Behandler kennt die Ausgangsvoraussetzungen, die durchgeführte Arbeit, kennt seine Patienten mit ihren Wünschen und Problemen. Zahnarzt und Patient können beurteilen, wie diese Rahmenbedingungen, die für jede medizinische Leistung von teils ausschlaggebender Bedeutung sind, das vorliegende Behandlungsresultat – positiv oder negativ – beeinflusst haben. Auch der Patient braucht verlässliche und verständliche Kriterien, um das Behandlungsergebnis beurteilen zu können.
Dabei ist festzuhalten, dass die in dieser Qualitätsleitlinie formulierten Kriterien sich an den Maßstäben der zahnmedizinischen Wissenschaft orientieren und daher nur Gültigkeit in einem gesundheitspolitischen und zahnärztlichen Umfeld haben, in dem diese Maßstäbe nicht – wie es in der gesetzlichen deutschen Krankenversicherung und zunehmend auch bei privater Krankenversicherung geschieht – missachtet werden. Die fachlichen Aussagen dieser Qualitätsleitlinie sind deshalb auch in anderen Ländern gültig. Eine unveränderte Übertragung in Gesundheitssysteme, in denen die Maßstäbe der zahnmedizinischen Wissenschaft durch Eingriff staatlicher und nichtstaatlicher Stellen eingeschränkt werden und dadurch die Patienten-Zahnarzt-Beziehungen verändern, ist dagegen nicht möglich und führt zu falschen Aussagen und Resultaten.

Die vorliegende Qualitätsleitlinie war in 2002 ein erster Versuch, Qualität in der Implantologie in Deutschland zu beschreiben. Sie wurde ständig bearbeitet und weiterentwickelt und wird weiterhin immer wieder aktualisiert werden müssen.

Wenn in ihr von „ZahnArzt“ die Rede ist, sind damit auch die weiblichen Angehörigen des Berufs gemeint; mit „ZahnArzt“ ist auch der Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie gemeint, der in Deutschland stets die Doppelapprobation als Arzt und Zahnarzt hat. Die aktualisierte Fassung der Qualitätsleitlinie wurde im März 2019 vom Vorstand des BDIZ EDI verabschiedet.

Quelle: Pressemitteilung des BDIZ EDI

Kontakt für weitere Informationen:
BDIZ EDI
Bundesverband der implantologisch tätigen Zahnärzte in Europa e.V.
European Association of Dental Implantologists
Mühlenstr. 18
51143 Köln
Fon +49 2203 8009-339
Fax +49 2203 9168-822
www.bdizedi.org
office@bdizedi.org

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