Zwar werden immer mehr Patienten immer älter, aber viele fühlen sich nicht alt, sondern nehmen vielmehr noch aktiv am Leben teil [11]. Aus dieser Gruppe heraus wächst die Zahl derer, die mit ihren schleimhautgetragenen Versorgungen unglücklich sind. Gezielt werden alternative Lösungen nachgefragt [18]. Vorrangig geht es dabei um einen festeren Sitz der Prothese, einen höheren Kaukomfort oder eine störungsfreie Aussprache sowie um eine einfache Handhabung und Pflege des Zahnersatzes. Gerade ältere Patienten können eventuell Probleme haben, mit herkömmlichen Hilfsmitteln wie Interdentalbürstchen, Zahnseide oder Munddusche eine festsitzende Suprakonstruktion, vor allem auch an schwer zugänglichen Stellen, adäquat zu pflegen. Diese Aspekte können gerade für ältere Patienten eine psychische Belastung darstellen und zu einer Beeinträchtigung ihrer Lebensqualität führen [1,5]. Mit implantatgetragenen Restaurationen lassen sich jedoch nicht nur Funktion und Ästhetik und damit die Lebensqualität verbessern. Auch der residuale Kieferknochen bleibt erhalten [3]. Daher werden implantatprothetische Restaurationen für ältere Patienten von Expertengremien empfohlen [2].

Mini- oder durchmesserreduzierte Implantate

Als schmal beziehungsweise durchmesserreduziert (DRI) werden Implantate mit einem Durchmesser von 3,5 mm oder geringer bezeichnet [13]. Ab einem Durchmesser von 2,7 mm oder geringer spricht man im Allgemeinen von Mini-Implantaten. Diese werden hauptsächlich für die Fixierung von Prothesen, zum Beispiel über O-Ringe, verwendet. Implantatsysteme wie das blueSKY (bredent medical) erweitern durch eine Ergänzung ihrer Standardimplantate um durchmesserreduzierte Implantate von 2,8 und 3,2 mm die Bandbreite implantatprothetischer Versorgungen, speziell bei schmalen zahnbegrenzten Lücken oder bei reduziertem Knochenangebot [7]. Der Wegfall augmentativer Maßnahmen wirkt sich zudem positiv auf die Behandlungskosten aus.

Lesen sie den vollständigen Artikel kostenlos als PDF-Datei (Erstveröffentlichung teamwork, Ausgabe 5/2017, Seite 370-375): 

Artikelempfehlungen

  • Ohne oder mit Augmentation?

    Langzeitstabilität bei Implantaten

    Diese retrospektive Studie analysierte mehr als 10 000 Implantate und untersuchte deren Langzeitstabilität mit Insertionszeiten von bis zu 20 Jahren.

  • Paradigmenwechsel in der gerostomatologischen Implantatprothetik

    Implantatprothetik in der Alterszahnheilkunde

    Die Implantatprothetik als Teil des zahnärztlichen Praxiskonzeptes nimmt zu, denn viele junggebliebene und aktive zahnlose Patienten wünschen sich Lebensqualität bis ins hohe Alter.

Teilen:
Dr. Christian Krempl
Implantologe aus Leibnitz/Österreich