Als ich im Jahre 1997 das Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN ISO 9002 in meiner Praxis aufbaute, um eine bessere Organisationsstruktur zu schaffen, stellte sich schon damals die Frage nach einem Qualitätsziel. Dies ist jedoch in der Zahnheilkunde besonders auf dem Gebiet der Implantologie schwer zu definieren. Schon die Frage „Was ist ein Implantaterfolg?“ lässt sich nicht eindeutig beantworten. So habe ich mit den zuständigen

Qualitätsmanagern „Patientenzufriedenheit“ als Qualitätsziel definiert. Zu diesem Thema gibt es einige Studien, vor allem aus dem Krankenhausbereich. Hier kann man erkennen, dass es für die Patienten gar nicht so wichtig ist, eine perfekte ärztliche Leistung zu bekommen. Kurze Wartezeiten, gutes Essen und vor allem ein ausführliches ärztliches Gespräch stehen hier an vorderster Stelle. So galt es auch, für die in meiner Praxis zunehmende Nachfrage nach Implantaten und zur Erweiterung des Indikationsspektrums eine Behandlungsmethode zu implementieren, die sich dem Qualitätsziel Patientenzufriedenheit möglichst optimal annähert.

Bei der konventionellen implantologischen Technik versucht man, den Knochen möglichst gut darzustellen. Für den Patienten ergeben sich in der Folge Weichgewebsverletzungen und daraus resultierendepostoperative Beschwerden. Zwar schätzt jeder Patient einen guten Behandlungserfolg, aber kaum einer will Schwellungen und übermäßige Schmerzen nach der Operation ertragen. Überhaupt schien es mir, dass kursierende Horrorberichte über die Erlebnisse nach der Implantation einen sehr abschreckenden Einfluss auf viele Patienten hatte und sie mitunter sogar von der Implantatbehandlung Abstand nehmen ließ. Und das, obwohl diese Therapieform in vielen Fällen die optimale und einzig richtige Versorgung für den Patienten gewesen wäre. Um dies auszugleichen, bietet sich die Flapless-Operationstechnik an. Dabei arbeitet man teilweise „ohne Sicht“, das Indikationsspektrum ist klein und das Risiko groß. Hier erweist sich die Entwicklung des NobelGuide-Verfahrens als Lösung des Problems.

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Dr. Rudolf Matheis, MSc
Implantologe, Linz/Österreich