Einleitung

Parodontale Erkrankungen sind nach wie vor die Hauptursache für Zahnverlust bei Erwachsenen. Laut der fünften deutschen Mundgesundheitsstudie ist jeder zweite jüngere Erwachsene in Deutschland von parodontalen Erkrankungen betroffen (52 Prozent), bei den Senioren sind es sogar 65 Prozent. Neben den präventiven Maßnahmen wie der professionellen Zahnreinigung und der Motivation für eine optimierte Mundhygiene sind geeignete paradontaltherapeutische Maßnahmen essenziell für die Kontrolle des Krankheitsverlaufs.

Aufgrund von Entzündungsprozess gehen parodontale Erkrankungen mit Verlust des parodontalen Gewebes beziehungsweise des Zahnhalteapparats einher [1]. Davon sind sowohl das Weichgewebe als auch der Knochen betroffen. Die Folgen der Erkrankung äußern sich deshalb als Zahnfleischrückgang und Zahnlockerung. Konventionelle Therapiemaßnahmen, ob chirurgisch (konventionelle Lappenoperation) oder nicht chirurgisch (Scaling), erreichen bestenfalls eine Wiederherstellung des entzündungsfreien Zustands, wobei verloren gegangenes Gewebe nicht ohne Weiteres regeneriert
werden kann [2].

Um eine Regeneration des Parodontiums zu erzielen, sind weitere Therapiemaßnahmen erforderlich. Die regenerative Parodontalchirurgie verfolgt das Ziel, verloren gegangene Parodontalgewebe wiederherzustellen und zu regenerieren [3]. In diesem Zusammenhang werden regenerative Materialien verwendet, die die Gewebeneubildung unterstützen sollen. Grundsätzlich sind die Hauptelemente des Regenerationsprozesses ein stabiles Gerüst, inflammatorische und regenerative Zellen, Signalmoleküle (Wachstumsfaktoren) und ausreichende Heilungszeit [4].

Lesen Sie den vollständigen Artikel kosten als PDF-Datei (Erstveröffentlichung teamwork, Ausgabe 06/2018 ab Seite 374): 

 

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Prof. Dr. Dr. Dr. Shahram Ghanaati
Universitätsklinikum der Goethe-Universität, Klinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie, Universitätsklinikum Frankfurt am Main