Ohne Nachsorgeprogramm erkranke jeder zweite Patient innerhalb von fünf Jahren nach einer Mukositis auch an einer Periimplantitis. Bei denjenigen, die eine regelmäßige Nachkontrolle in Anspruch genommen haben, sei trotzdem fast jeder Fünfte betroffen. Das sei erschreckend, so Jepsen. Insgesamt sei es eine große Herausforderung, eine Mukositis komplett zu beseitigen. Es gelinge auch bei einer periimplantären Infektion nur in etwa einem Drittel bis einem Viertel aller Fälle, die Taschentiefe zu reduzieren, die Entzündung zu beseitigen und das Knochenniveau zu stabilisieren. Da gebe es noch großen Handlungsbedarf.

Aus parodontologischer Sicht sei es wichtig, es den Patienten zu erleichtern, ihre Implantate von allen Seiten zu pflegen. Außerdem müsse es dem zahnärztlichen Team in der Nachsorge ermöglicht werden, regelmäßige Sondierungskontrollen an den Implantaten durchzuführen.

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mm
Fachredakteur beim Deutschen Ärzteverlag mit Schwerpunkten Praxismanagement, Digitales und Praxismitarbeiterinnen