Beim Förderprojekt PeriPLas forschen Dentsply Sirona und die Universitätsmedizin Greifswald gemeinsam an einem Verfahren, um entzündete Implantate reinigen und behandeln zu können. © Dentsply Sirona

Wie Dentsply Sirona mitteilt, wird an einem neuen Verfahren geforscht, das innovative Technologien wie Diodenlaser und kaltes Plasma miteinander kombiniert, um das entzündete Implantat zusätzlich zur mechanischen Reinigung zu säubern und so zu behandeln. Dabei wird Dentsply Sirona vom Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V. (INP) in Greifswald unterstützt. Das Plasma kann Bakterien töten, Eiweißfilme entfernen und in Kombination mit einem Pulverstrahlgerät auch besonders dicke Biofilme abtragen. Außerdem verändert es die Oberfläche des Implantats, sodass Osteoblasten besser auf dem Implantat haften können. Durch die Laserbehandlung sollen die Keime zusätzlich reduziert werden.

Re-Osseointegration und Heilung der Periimplantitis

Das Ziel der Therapie ist es, die Oberflächenbeschaffenheit eines bereits gebrauchten Implantats der eines neu produzierten anzunähern. Denn neue Implantate können dank ihrer definierten Oberflächeneigenschaften sowie ihrer Nano- und Mikrostruktur normalerweise leicht in den Kieferknochen einwachsen. Das kombinierte Verfahren von Laser und kaltem Plasma könnte dazu beitragen, die Entzündung abklingen zu lassen – außerdem unterstützt es die Re-Osseointegration und trägt so zur Heilung der Periimplantitis bei.

Das Projekt wird über drei Jahre mit rund 1,1 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Projektträger ist das VDI Technologiezentrum in Düsseldorf. Im dritten Förderjahr soll eine klinische Pilotstudie mit Patienten an mehreren Studienorten die Wirksamkeit uns Sicherheit des neuen Verfahrens beweisen. Ist die Studie erfolgreich, soll daraus ein serienreifes Produkt entwickelt und weltweit vermarktet werden.

Weitere Informationen zum Projekt PeriPLas und dem BMBF-Förderprogramm „Photonik Forschung Deutschland“ sind unter www.photonikforschung.de verfügbar.

Artikelempfehlungen

Teilen:
mm
Stefanie Hanke ist Redakteurin und veröffentlicht regelmäßig Beiträge im Dental Online Channel.