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Das Urteil gilt zwar vorerst nur für das Fach Humanmedizin. Es wird aber voraussichtlich auch Auswirkungen auf die Zahnmedizin haben, denn die Studienplatzvergabe läuft auch hier über den Numerus clausus (NC).

Engel erklärte im Interview, er begrüße die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts. Eine sehr gute Abiturnote allein sei noch keine ausreichende Qualifikation für einen Arzt oder Zahnarzt.

Dr. Peter Engel im Telefoninterview mit Stefanie Hanke:

Die Karlsruher Richter urteilten: Grundsätzlich sei die Vergabe nach NC mit dem Grundgesetz vereinbar. Allerdings müsse die Zahl der Wartesemester begrenzt werden – außerdem dürfe die Abiturnote nicht das einzige Kriterium sein und müsse auch in den einzelnen Bundesländern vergleichbar sein. Das bedeutet konkret: Die Studienplatzvergabe muss künftig anders geregelt werden.

Neben Zahnmedizin und Humanmedizin gilt die Studienplatzvergabe per NC auch für die Fächer Tiermedizin und Pharmazie. In diesen Fächern ist die Stiftung Hochschulzulassung für die Vergabe der Studienplätze zuständig. Dabei wird ein 20-20-60-Schlüssel angewendet: 20 Prozent der Studienplätze gehen an die Bewerber mit den besten Abiturnoten. 20 Prozent werden an Bewerber mit den meisten Wartesemestern vergeben. Die übrigen 60 Prozent der Studienplätze werden nach Kriterien vergeben, über die die Hochschulen selbst entscheiden. Aber auch hier ist die Abiturnote maßgeblich.

Bis zum 31. Dezember 2019 müssen Bund und Länder jetzt das Auswahlverfahren neu regeln.

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Stefanie Hanke ist Redakteurin und veröffentlicht regelmäßig Beiträge im Dental Online Channel.