Aerosole Zahnmedizin - In Zeiten von Corona ist der Sprühnebel in der Zahnarztpraxis gefährlich für Behandler und Helferinnen. Eine Lösung hat Blue Safety.
Aerosole Zahnmedizin - In Zeiten von Corona ist der Sprühnebel in der Zahnarztpraxis gefährlich für Behandler und Helferinnen. Eine Lösung hat Blue Safety. © Anna Shvets/Pexels

„Unsere Kollegen setzen sich und ihre Mitarbeiter nur minimal geschützt den Aerosolen aus“, sagte Dr. Bernhard Brinkmann im Interview. Mikrobiologe und Leiter Wissenschaft bei der Blue Safety GmbH, Sebastian Fischer, kommentiert: „Gegen eine Infektion mit dem Coronavirus über Aerosole helfen als zusätzliche persönliche Schutzausrichtung im Zweifel eine FFP-2- oder -3-Maske und ein entsprechender Augenschutz. Doch auch wenn das Virus aktuell allgegenwärtig ist, abseits des Patientenmunds und einer möglichen Tröpfcheninfektion lauern in dem feinen Sprühnebel ganz andere Gefahren für die Gesundheit von Zahnarzt, Team und Patient. Und wie Brinkmann ganz richtig feststellt, sind sie den Aerosolen nahezu ungeschützt ausgeliefert.“

Gefahr Sprühnebel – Legionellen in Zahnarztpraxen

Der Ursprung der unterschätzten Bedrohung liegt vielmehr in den Wasser führenden Systemen der Behandlungseinheiten. „Wir können nur empfehlen, einmal einen Blick in die Dentaleinheiten und beispielsweise deren freie Fallstrecken zu werfen. Da dürfte jedem klar werden, dass hygienisches Design anders aussieht. Und genau das Wasser, dass hier durch Stillstand verkeimt, nutzen Zahnmediziner dann ahnungslos zur Behandlung ihrer Patienten. Und stehen auch noch selbst acht Stunden in den Aerosolen“, sagt Mathias Maass, Leiter Technik und Gutachter für Trinkwasserinstallation bei Blue Safety. „Es wird höchste Zeit, sich dessen endlich bewusst zu werden und zu handeln.“

Bautechnische und materielle Gegebenheiten der Dentaleinheiten sowie die Nutzungsgewohnheiten in Zahnarztpraxen mit langen Stillstandzeiten und niedrigen Durchflussraten fördern das Wachstum von Biofilmen. Ideale Voraussetzung für Wasserkeime wie Legionellen, Pseudomonaden und Mykobakterien.

Deutschlandweit kämpften zunehmend Zahnarztpraxen insbesondere mit Legionellenkontaminationen. Und die lösten im schlimmsten Fall nicht nur eine Legionellose – eine schwere bakterielle Lungenentzündung – aus. „Sie bringen auch Haftungsrisiken und bei Praxisschließungen durch Behörden Umsatzeinbußen mit sich. Ein teures Vergnügen.“

„Wissenschaftliche Studien zeigten bereits in den 1970er-Jahren, dass das Wasserstoffperoxid, auf das noch heute herstellerempfohlene Desinfektionsmittel setzen, gegen Biofilme unwirksam sind. Stattdessen greifen sie aufgrund korrosiver Eigenschaften die Dentaleinheit zusätzlich an. So ist H2O2 auch nicht als Desinfektionsmittel für Trinkwasser zugelassen, sondern lediglich als Oxidationsmittel“, sagt Fischer. „Mit Safewater haben wir eine nachweislich effektive Alternative entwickelt, die auf einem Wirkstoff basiert, der so auch vom Körper hergestellt wird, um Keime zu bekämpfen. Das Umweltbundesamt bestätigte nun sogar dessen Wirksamkeit gegen behüllte Viren.“

Dank der innovativen Technologie und der umfassenden Betreuung des Safewater-Hygiene-Technologiekonzepts könnten sich Zahnarztpraxen zu jederzeit der hygienisch einwandfreien Qualität ihres Wassers sicher sein. Nachgewiesen durch jährliche akkreditierte Probenahmen und sichtbar gemacht mit Zertifikaten. Denn Wasserhygiene sei eben nicht mit einer einmaligen Behandlung erledigt, sondern bedürfe eines kontinuierlichen Prozesses wie beim Zähneputzen auch.

Blue Safety hat sich seit zehn Jahren der Entwicklung von (Wasser-)Hygiene-Konzepten verschrieben und hier auf die Dentalbranche spezialisiert. Über 1000 Praxen betreut das Wasserhygiene- und Medizintechnologie-Unternehmen inzwischen in der gesamten D-A-CH-Region. Die in Münster (Westfalen) ansässigen Wasserexperten forschen, entwickeln und produzieren unternehmensintern. Eigene Installateure implementieren und betreuen die Konzepte bei den Kunden vor Ort.

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