Insgesamt 160.000 Quadratmeter wird die IDS 2017 umfassen, das entspricht der Größe von 21 Fußballfeldern. Rund 2400 Aussteller aus aller Welt präsentieren vom 21. bis zum 25. März in Köln ihre Produkte und Dienstleistungen aus Zahnmedizin, Zahntechnik, Kommunikationsmitteln und Informationssystemen. Geöffnet werden die Hallen 2, 3, 4, 10 und 11. Und Halle 5 wird um eine Ebene erweitert.

VDDI-Präsident Dr. Martin Rickert, der erwartungsfroh auf die nächste IDS schaut, gab allerdings auch zu bedenken, dass die Branche mit Blick auf das neue EU-Medizinproduktegesetz gravierende Auswirkungen erwartet: „Es wird ein verstärkter administrativer Aufwand von den Herstellern erwartet – eine Entwicklung, die insbesondere für einige junge Unternehmen das Aus bedeuten kann.“ Rickert sieht für die Dental-Branche, die er als „Spezialitäten-Industrie“ bezeichnet, eine echte Gefahr: „Unsere Produktvielfalt ist bedroht.“

Dr. Markus Heibach, Dr. Martin Rickert, Christina Hamma und Dr. Marco Landi (v.l.) © Schunk

Digitale Verfahren bestimmen die Messe

Freuen können sich die Besucher auf Eindrücke aus der Arbeitswelt von morgen – vor allem die digitalen Verfahren werden diese Messe beherrschen. Guided Surgery mit passgenauen Knochenblöcken sind ebenso zu erwarten wie virtuelle Methoden in der KFO, die die Diagnostik erleichtern und bei der Planung festsitzender Apparaturen helfen. Rickert: „Die Zukunft wird dem 3D-Drucker gehören.“ Zudem seien Innovationen bei den Materialien zu erwarten.

Geboten werden auf der Messe eine kostenlose IDS-App  mit Ausstellern und einer Führung durch die Halle zu gewünschten Ständen. Das Projekt „Business Matchmaking 360“ ermöglicht im Vorfeld und im Nachgang der Messe die Chance zur Kontaktaufnahme zwischen den Ausstellern und den Zahnärzten. Eine Online-Neuheiten-Datenbank im Internet wird zusätzlich ab Januar 2017 zur Verfügung stehen, wie der VDDI-Geschäftsführer Dr. Markus Heibach ergänzte.

Herausforderungen auf politischer Ebene

Dr. Marco Landi, Präsident des Council of European Dentists (CED), betonte als Gastreferent des Abends, dass die europäischen Zahnärzte achtsam sein müssen, nicht in der Brüsseler Regulierungs-Welle unterzugehen. „Wir brauchen unabhängige Zahnärzte. Kosteneffektivität steht zwar im EU-Fokus, das passt nicht zu einer hoher Behandlungsqualität, wie wir sie anstreben.“















*) Pflichtfeld

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